Peter's Touren und Reise Blog

Ares hatte einen schlimmen Unfall

Der 21.08.2010 wird für etwa 6-9 Monate unser Leben etwas verändern, weil unser Hovawart “Ares” einen schlimmen Unfall hatte.

Aber mal von Anfan an:

Wie an jedem Samstag gegen 07:00h sind wir beide los, in die grosse Stadt, für Frauchen und uns das Frühstück besorgen. Erst zum Bäcker, dann zum Schlachter und danach zum geliebten Feldweg, auf dem Ares noch mal so richtig toben kann, bevor es dann zum Frühstücken wieder nach Hause geht.

Und wie jedes mal durfte er am Anfang des Weges schon mal aussteigen und die 3 – 400m bis zum Autoabstellplatz vorlaufen, das machen wir seit einem Jahr so und er freut sich wie Bolle, wenn wir in den Weg einbiegen.

Bei ca. 20 -  25Km/h wollte er die Wegseite wechseln und ist dabei umgeknickt, ausgerutscht oder in ein Loch getreten, man weiss es nicht genau, auf jeden Fall ist er so übel gestürzt und hingeknallt, das er schreiend liegen geblieben ist und sich auch nicht mehr von der Stelle gerührt hat. Ich bin sofort hin zu ihm, weil ich dachte, er hätte sich sämtlich Knochen gebrochen, denn gestürzt ist er ja schon des öfteren, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Eine erste Untersuchung hat ergeben, gebrochen scheint nicht zu sein, aber sein linker Vorderlauf hängt völlig kraftlos daneben, also hab ich mit dem Schlimmste gerechnet.

Den Hund eingepackt, nach Hause gerast und den Tierärztlichen Notdienst angerufen, alles geschildert und einen Termin gemacht, war eigentlich eine Handlung. Zu mindest kommt es mir im Nachhinein so vor. Wir also mit ihm zum Notdienst. Der arme Kerl konnte nur sehr schwer hinken, die Pfote in Kusshandstellung und egal wie er die Pfote  gehalten hat, er zeigte keine Schmerzen, was Anlass zu allergrösster Sorge gab, denn nun lag der Verdacht sehr nahe, das der Nervus Plexus und/oder der Nervus Radialis abgerissen war, zumindest aber sehr stark traumatisiert. Wir wurden aus der Notfallsprechstunde mit der Massgabe entlassen, ihn sehr zu schonen und 1-2 Tage abzuwarten und ihn dann wieder vorzustellen.

So lange konnte ich natürlich nicht warten und schrieb umgehend eine Mail an unsere, seit Jahren angestammte Tierärztin. Diese rief dann auch am Abend noch an und bestellte uns noch für Sonntag früh in die Praxis, um sich Ares eingehen selbst anzusehen.

Gott sei Dank war am Sonntag die Schmerzempfindlichkeit ein wenig zurückgekeht, so dass man davon ausgehen kann, das die Nerven vollständig regenerieren werden. Die weitere Untersuchung ergab nun, das es sehr sicher scheint, das die Bizepssehne abgerissen ist. Nicht schön, aber von allem, was hätte sein können, das kleinste Übel.

Er bekommt nun Vitamin B als Wochendosis und ein Schmerzmittel, des Weiteren wird er die nächsten 6-9 Monate an der kurzen Leine geführt werden und dies ist es, was unser und auch sein Leben für diesen Zeitraum verändern wird.

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